War Jesus ein „Raubkopierer“?

Raubkopierer JesusSo abstrus die Frage auch ist Religion mit Raubkopien zu verbinden, so witzig sie. Weil Herr Wagner es aber heraufprovoziert hat, hier mal eine kleine Gegendarstellung.

„Wachset und mehret euch…und macht euch die Erde untertan“. Das Totschlagargument für alle Robbenklopper und Pro-Atom-Aktivisten.

Doch was wenn wir Lebensmittel einfach so kopieren könnten? Sollten wir diese Vorteile nicht Nutzen und den Hunger in der Welt stillen? Aber nein, das wäre ja der Himmel auf Erden und schließlich sind wir zum Leiden verdammt – ganz schlechte Idee!

„Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst sollt ihr’s weitergeben“ (Matthäus 10,8)

Hat Jesus nicht selbst aus 5 Fischen und 2 Broten Essen für 5000 Menschen kopiert? Aber hat er das getan um sich zu profilieren? Nein, er hat ein Grundbedürfnis gestillt. Und ist das Interesse an Kultur nicht genauso ein Grundbedürfnis für Menschen? Ich denke schon, solange es nicht ausuftert, dass man sich nicht mehr dessen Wert besinnt.

Dann ging Jesus in den Tempel, jagte alle Händler und Käufer hinaus, stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um.

Die Bibel ist von Mönchen nach und nach abgeschrieben, wenn man sich mit der Erstausgabe zufrieden geben würde, hätte man wahrscheinlich einen löchrigen Käse. Weil ihr wisst schon (c) Copyright by Lukas.

„Gott hat sich über mich erbarmt und mir diesen Auftrag anvertraut. Darum verliere ich
nicht den Mut. Ich meide alle dunklen Machenschaften. Ich arbeite nicht mit Kunstgriffen
und verdrehe nicht das Wort Gottes. Vielmehr mache ich seine Wahrheit unverfälscht
bekannt. Das ist meine Empfehlung gegenüber jedem, der sein Gewissen vor Gott prüft.“
(2.Korinther 4,1-2)

Nett auch die Analogie des Threestrikegesetzes in der Bibel:

„Noch bevor der Hahn dreimal kräht, wirst Du mich dreimal verraten haben“

Aber da halte ich es doch gerne wie Herr Wagner:

Er hat den Tod besiegt, als er auferstand. Nun ist es unsere Sache, ob wir sein Opfer annehmen und seine Liebe an unsere Mitmenschen weitergeben.

In diesem Sinne.

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2 thoughts on “War Jesus ein „Raubkopierer“?

  1. Martin Wagner April 29, 2009 / 12:32 am

    Hallo,
    danke erstmal für den Artikel.
    Ich wäre selbstverständlich dafür, daß alles (fast) kostenlos kopiert werden könnte, also Autos, Häuser, Nahrung, da ja niemand einen Schaden davon hat…

    Was Software betrifft, ist meine Überzeugung, daß arme Menschen Software legal kostelos kopieren dürfen, Normalverdiener den normalen Preis zahlen und Großverdiener mehr.

    Viele Grüße,
    Martin Wagner

  2. maks August 10, 2010 / 2:13 pm

    sehr,sehr,sehr komische vergleiche.

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