Deutsche Kinderhilfe übt sich als Dreckwerfer gegen Netzsperrgegner

0520-kinderschutz1Ei der daus, da hat doch gerade die böse zugerichtete PR-Agentur Deutsche Kinderhilfe e. V. eine Stellungnahme zu ihrer Statistikmaschinerie gegen Netzsperren veröffentlicht. Ich hab es mir nicht nehmen lassen, dazu meinen Senf zu geben. Am besten Benny Hill im Hintergrund abspielen und ab gehts:

Kriminalisierung von unschuldigen Usern, die zufällig, etwa wegen einer Spamwelle, auf die Stop-Seite kommen

Das Betrachten eines kinder“pornographischen“ Bildes erfüllt den Straftatbestand des § 184 b StGB. Nach  geltender  Rechtslage  macht  sich  derjenige,  der  das  Bild  betrachtet  und  damit  in  seinem Arbeitsspeicher  lädt,  strafbar,  auch wenn  es  durch  eine Spamwelle  kommt.  In Ermittlungsverfahren wird  dies  aber  ermittelt  und  führt  nicht  zur  Anklage.  Wenn  nun  statt  des  Bildes  ein  Stop-Schild erscheint, entfällt die Strafbarkeit. Wenn jedoch der User die Sperre umgeht, macht er mit gesteigerter
krimineller Energie deutlich, dass es ihm auf das Betrachten der Datei ankommt. Somit macht er sich strafbar. Eine Kriminalisierung Unschuldiger kommt durch dieses Gesetz damit nicht zustande.

Wie dumm muss man sein um zu glauben, dass einfach vor die Seite der Bundestrojaner geschaltet werden kann und so alle herausfilterbar sind, welche die Seite „illegalerweise“ (man könnte auch sagen, dass sie einen alternativen DNS benutzen) betreten. Dies ist eine Kriminalisierung aller technisch versierten Nutzer. Anscheinend wird es keine Alternative zu alternativen DNS-Servern geben, weil die Anfragezeiten an die DNS-Server der Internetprovider dank der zusätzlichen nötigen Abfragen der Sperrliste die Performanz der Server in die Knie zwingen.

Die Liste führe dazu, dass Inhalte die nicht dem § 184 b StGB unterfielen, willkürlich gesperrt würden. Das Ganze sei zudem eine Geheimliste und dubios.

§ 8 a Abs. 8 regelt, dass das BKA Unterlagen vorzuhalten hat, die belegen, warum eine Seite gesperrt wurde.  Es  hat  Dienstanbietern,  die  ein  berechtigtes  Interesse  darlegen,  entsprechend  Auskunft  zu erteilen. Dies führt zu einer  Haftung des BKA für den Fall, in dem eine Seite zu Unrecht mit dem Stop-Schild versehen wird.

Wie soll man das Nachweisen? Ein typischer Fall von Beweislastumkehr.

Dieses Gesetz ist der Einstieg in die Zensur

Es  geht  hier  nicht  um  Zensur.  Zensur  ist  ein  Verstoß  gegen  die  Meinungs-  und  Pressefreiheit.
Kinder“pornographie“  ist ein Straftatbestand! Es geht darum die Grundsätze, die  im Presserecht und
für Druckwerke gelten, auch im Netz zu etablieren. Wird in einer Zeitung ein solches Bild gezeigt, wird
die Auflage eingezogen, gleiches muss für Internetseiten gelten.

Wikipedia: Zensur or GTFO. Uh oh, ach ja wie nennen wir das bei den Druckwerken? Indizierung! Und Indizierung != Zensur.

Dieses Gesetz soll einen groß angelegten Angriff auf die Freiheit des Internets vorbereiten,
um Glücksspiel, Onlinespiele, etc. zu sperren

Es  handelt  sich  um  ein  Gesetz,  das  ausschließlich  für  die  widerwärtigen  Straftaten  der Kinder“pornographie“  geschaffen wurde.  Es  ist  zudem  zeitlich  befristet  und muss  evaluiert werden. Dies ist eine Besonderheit, die sicher stellt, dass auch die Wirksamkeit geprüft wird.

Prolemik, Abjektivbomber, da lernt einer dazu. Hey, warum ist da Kinderpornographie mit Hochkommata geschrieben? Da steht: Es  handelt  sich  um  ein  Gesetz,  das  ausschließlich  für  die  widerwärtigen  Straftaten  der Kinder“pornographie“  geschaffen wurde. Lässt man das Hochkommatawort weg steht da: Es  handelt  sich  um  ein  Gesetz,  das  ausschließlich  für  die  widerwärtigen  Straftaten  der Kinder geschaffen wurde. Verschwörung?

Oh, ich verfalle in Prolemik … hey ihr habt es herausgefordert😉. … Ach so, wir nutzen das Internet jetzt neuerweise als experimentelle Plattform, da gibt es nichts zu validieren. Besser wäre es sich mit Experten auseinanderzusetzen. Uh, schon wieder Ironie, verdammtes Alient-Hand-Syndrom.

Die Sperren seien leicht zu umgehen

Diese Sperren sind nur  für den zu umgehen, der mit krimineller Energie an kinder“pornographische“ Dateien  gelangen  möchte.  Zahlreiche  Menschen,  die  im  Internet  auf  Kinderpornos  zugreifen  sind
Gelegenheits-  oder  Zufallskonsumenten. Nach Erkenntnissen  des BKA  lassen  sich  viele  von  ihnen durch  ein  Stop-Schlid  abschrecken  und  geben  ihr  Vorhaben  auf. Wichtig  ist  es,  die Hürde,  um  an
pornographisches  Material  heranzukommen,  heraufzusetzen.  Die  Sperren  sind  in  anderen europäischen  Ländern  bewährt.  Auch  Einbruchssicherungen  an Häusern  können  geknackt werden.
Das ist kein Argument gegen Schutzmaßnahmen.

Das Gesetz macht den Providern außerdem keine technischen Vorgaben. Damit ist es im technischen Bereich  „offen“  und  lässt  Raum  für  den  Einsatz  effektiverer  Sperrmethoden.  Daher  fordert  die
Deutsche Kinderhilfe  einen Runden  Tisch  auch  unter Beteiligung  der  Initiatoren  der Online-Petition, der  das  Gesetz  begleitet  und  die  technischen  Sperrmöglichkeiten  laufend  optimiert.  Die  Deutsche
Kinderhilfe  setzt  sich  des  weiteren  dafür  ein,  dass  neben  diesem  Gesetz  auch  weiterführende Maßnahmen  im  Kampf  gegen  die  Kinder“pornographie“  im  Internet  beschlossen  und  umgesetzt
werden.

Schon mal darüber nachgedacht, dass es Leute gibt die solche Seiten aus Versehen ansurfen und danach kriminalisiert werden? Sehe ich das richtig, dass ihr schreibt, dass 1. Das BKA für Falschsperrungen haftbar ist und 2. Die Provider selbsttätig die Sperrmechanismen ändern können? Es findet kein Einbruch statt, weil es Leute gibt die einen alternativen DNS-Server verwenden, dass ist wie mit einem Universalschlüssel durch die Gegend zu rennen ohne zu wissen welche Tür man aufschließt.  Hier wird keine Hürde heraufgesetzt, sondern Kinderpornographie verschleiert und verdeckt. Es ist wie wenn in der Nachbarwohnung Kinder vergewaltigt werden, das BKA kommt, aber lediglich die Fensterläden zu macht, damit wir es als Bürger nicht sehen. Dies ist kein Kinderschutz, sondern Kinder werden vorgeschoben um ein Zensurinstrument einzuführen.

Warum Kinder“pornographie“

Der  Begriff  Kinderpornographie  ist  ein  unerträglicher  Euphemismus  für  das,  was  im  Internet veröffentlicht  wird.  Es  handelt  sich  um  Folterungen  kleinster  Kinder,  es  werden  Kinderseelen  und
Körper  regelrecht  zerfetzt.  Das  hat  mit  „Pornographie“  gar  nichts  zu  tun,  das  ist  pädokriminelle Quälerei  von  Kindern.  Die  Sprache  ist  entlarvend,  allein  dass  Pädoverbrecher  in  Deutschland  als
Pädophile („Kinderfreunde“) bezeichnet werden, spricht für sich.

Das frage ich mich auch, warum ihr dieses Wort nicht ordentlich schreiben könnt. Aber man darf ja Kinder und Pornographie nicht in ein Wort packen – trotzdem existiert es. Ziemlich emotional der Text, solltet ihr euch von trennen ist Bild Niveau Niewoh.

Vorwürfe gegen die Deutschen Kinderhilfe

Es  ist  bezeichnend,  dass  in  der  Debatte  häufig  nicht  sachlich  argumentiert  wird,  sondern  dass Unterstützer  der  Petition  gegen  das  Gesetz  das  Renommee  der  Deutschen  Kinderhilfe  in  Frage stellen.  Der  im  April  2008  geäußerte  Vorwurf,  die  Deutsche  Kinderhilfe  habe  zu  wirtschaftliche Strukturen  ist geklärt. Auch hat der  immense Druck der Öffentlichkeit zu keinerlei Veränderung an unseren transparenten Strukturen geführt.

Die Deutsche Kinderhilfe erhält keine staatlichen Zuschüsse und ist von der Politik unabhängig. Diese transparent  auf  der  Homepage  veröffentlichten  wirtschaftlichen  und  professionellen  Strukturen gewährleisten  unsere  Unabhängigkeit  und  ermöglichen  Kampagnen  wie  die  Aktion  „Meine  Stimme gegen Kinderpornographie  im  Internet“. Weiterführende  Informationen entnehmen Sie dem Artikel  im Haller  Kreisblatt  vom  12.  Januar  2009  unter  www.kinderhilfe.de/Haller_Kreisblatt.pdf.  Zur Auseinandersetzung mit dem Deutschen Spendenrat verweisen wir auf die dpa-Meldung vom 4. April 2008: www.kinderhilfe.de/www.n-tv.de_dpa_Meldung.pdf.

Seitens  des Datenschutzbeauftragten  des  Landes  Nordrhein-Westfalen  kam  es  nach  Übersendung aller erforderlichen Unterlagen zu keinerlei Beanstandungen.

Die  im Zuge  der Unterschriftenaktion  der Deutschen Kinderhilfe  gesammelten Daten werden weder gespeichert noch weiter verwertet und dienen ausschließlich der Übergabe an die Politik.

Aha, erst nicht gegen die Debatte und jetzt doch zumindest gegen bestimmte Grupp“ierungen“ daraus. Natürlich keine ominösen Machenschaften. Der letzte Satz haut dem Fass den Boden aus. Jetzt wissen wir ja, wer von den 92% Pro-Sperrenstatistiken profitiert. Die Politik. Und welche/r Politiker/-in hat sich zuletzt für Sperren ausgesprochen? Ein Schelm mal wieder der böses dabei denkt.

Es ist zu erwarten, dass die deutsche Kinderhilfe durch Wegelagerei vor Fußballstadien an einer Gegenpetition (Pro-Sperren) beteiligt. Ich bitte darum sich an der Petition gegen Internetsperren zu beteiligen.

Weiterführende Links:

Wir machen jetzt unsere eigene Propaganda

Deutsche Kinderhilfe – der Versuch eines konservativen Rollbacks

Demaskierung der Deutschen Kinderhilfe:

Deutsche Kinderhilfe manipuliert Wikipedia

Geschäfte unter dem Mantel der guten Taten

Undurchsichtige Finanzen bei der Kinderhilfe

Deutsche Kinderhilfe fragt um – Ergebnisse wie auf SED-Parteitag

2 thoughts on “Deutsche Kinderhilfe übt sich als Dreckwerfer gegen Netzsperrgegner

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s