BITKOM oder: Die alte Mähr der tollen ID-Karten

Ach, was muß man oft von bösen
Überwachern hören oder lesen!!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Wolle und BITKOM hießen;
Die, anstatt durch weise Lehren
Sich zum Guten zu bekehren,
Oftmals noch darüber lachten
und sich heimlich lustig machten.
Ja, zur Spitzeltätigkeit,
Ja, dazu ist man bereit!
Menschen checken, User zählen,
RFID-Pässe wählen
Das ist freiheitlichfreilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Und für Kirche und Mogule
sitzt man feste auf dem Stuhle.
Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich auf das Ende sehe!!
Ach, das war ein schlimmes Ding,
Wie es Deutschland bald erging.

Drum ist hier, was sie getrieben,

identifiziert und abgetrieben.

Sie steht wieder zu Debatte, die ewige Mähr  zur Erweiterung der Krankendaten auf den „Gesundheitskarten“.

Denn es gibt jetzt ein tolles verkompliziertes Rechtemodell. Der Karteninhaber kann entscheiden, wer welche Dokumente auf der Karte sehen darf und wer nicht. Das ist doch total selbsterklärend – also bitte!!!

grafik_sicherh
Also übersichtlicher geht es echt nicht, jetzt darf sich kein alter Knacker mehr beschwehren, dass das zu unübersichtlich ist. Danke BITKOM!!

Und GANZ WICHTIG, damit man es auch den Rentnern verkaufen kann:

Es werden jetzt Notfalldaten abgespeichert!!! WOW, dann kann der Rettungssanitäter gleich beim Herzinfakt ihre Karte aus dem Portmonai knibbeln, sie in ein Gerät schieben und sehen, dass sie herzinfaktgefärdet sind. Das verschafft ihm einen Zeitgewinn unter optimalen Bedingungen von 20 Sekunden. JEDE SEKUNDE ZÄHLT!!!

Denn unabhängige Tests haben ergeben, dass 93% dafür stimmen, dass Notfalldaten auf dieser Karte gespeichert werden müssen. Also warum den Willen des Volkes weiter in Zaum halten!

Konservative Schätzungen belegen, dass jährlich 500 millionen Euro damit gespart werden können, das sollte uns doch die Kosten der bereitzustellenden Infrastruktur + deren Erhalt + deren Wartung + Schulungsaufwändungen wert sein. Denn wer sich im Alter im Geiste bildet, wird erst später zum Geiste. Außerdem werden durch den Papieraufwand in Rezepten jährlich 200 Millionen Euro ausgegeben. Das sollte uns die Umwelt wert sein – Strom wird schließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Man könnte meinen, dass sie die BITKOM in dem Irrglauben befinden: „Wenn wir es nur oft genug versuchen, wird es irgendwann klappen“. Auch dieses mal keinen Keks für euch.

Manchmal denke ich, wir sollten die Nationalhymne ändern in: „Einigkeit für Recht auf Freiheit“.

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