Zensursula gegen Cybermobbing

„Mobbing im Netz kann nicht toleriert werden.“Stasi-2.1-zensursula

… initiert die Frau im Hosenanzug zuletzt. Die erste Frage die sich dem aufgeklärtem Leser stellt ist doch: Geht es jetzt auch den Mobbingsperren entgegen? Das ist mit einem unklaren Jaein zu beantworten. Voll am Lallen kann man so einiges zutrauen, was hinter diesem Ausfall steht bleibt im Dunkeln. Fest steht, sie will einen „Verhaltenskodex“ für das Internet erstellen. Kennt die Frau das RFC 1855 nicht? Das  definiert die Netiquette bereits seit 1995! Aber wahrscheinlich geht es nur um eine neue gesetzliche Grundlage gegen „Cybermobbing“ unternehmenskritische Äußerungen, wie es bei der deutschen Bahn der Fall war.

Vielleicht wertet sie auch nur „Zensursula“ als Angriff auf ihre Person.

Bitte mich nicht falsch verstehen, es gibt diese Probleme mit mobbing im Internet, dass will keiner bestreiten. Das musste beispielsweise der Nutzlosanbieter-Aufklärer Katzenjens(youtube) erfahren, welcher von der einschlägig bekannten „Kindergartenbande“ gestalkt wurde. Bei ihm liefen zahlreiche Bestellungen diverser Artikel ein, außerdem ging es sogar soweit, dass ein Blog von der Bande angelegt wurde, auf dem ein von Katzenjens geplanter Amoklauf angekündigt wurde (darauf erfolgte eine Hausdurchsuchung bei ihm).

Immerhin nimmt es Katzenjens sportlich:

Das sind die wirklich, realen Kehrseiten des Internets. Auf der einen Seite kann und sollte man sich schützen und möglichst niemanden, dem man nicht vertraut seine Identität preisgeben, auf der anderen Seite sind solche Diffamierungen nicht zu tolerieren. Problem sind aber auch die Behörden, welche jede Ankündigung gleich als wahr annehmen und gleich den goldenen Hammer der Hausdurchsuchung zücken. Ein weiteres Problem ergibt sich bei Onlineshops, welche keine reale Identität hinter einer Bestellung erfordern.

Ja, bei den sozialen Netzwerken im Internet, die Jugendliche gerne nutzen. Ich möchte gemeinsam mit den Verantwortlichen solcher Kommunikationsforen, aber auch mit der Kompetenz der Jugendlichen einen Verhaltenskodex entwickeln. Es geht um achtsamen und wachen Umgang miteinander. Minderjährige müssen beispielsweise wissen, dass sich Erwachsene mit üblen Absichten in ihre Chats einschleichen können. Sie können soziale Kompetenzen im virtuellen Miteinander ebenso erwerben wie im realen Leben. Mobbing im Netz kann nicht toleriert werden. Respektvoller Umgang muss in Chats, blogs oder Foren so selbstverständlich sein, wie wir das auch im Schulalltag mit Streitschlichtern oder Vertrauenslehrern einfordern.

Ziel sollte in jedem Fall sein die Medienkompetenz des Einzelnen zu stärken, anstatt größere Geschütze aufzufahren. Wir haben bereits ein sehr umfangreiches StgB, welches Mobbing sehr scharf ahndet. Ziel sollte es sein dieses durchzusetzen, anstatt die nächste technische Einschränkung zu implementieren.

Wenn man schon etwas einschränken möchte, dann wäre es ein erster Schritt das Whois bei deutschen Domains der Denic anonymisierbar zu machen. So ist nicht gleich die Anschrift jedes Besitzers eine .de-Domain ersichtlich. Als erste Schutzmaßnahme sollte also immer Anonymität und Datenschutz vorausgehen!

Man könnte fast schon denken, Vodafon (der Hauptunterstützer der Zensurbefürworter) stecke dahinter – so wie er zuletzt in der Bloggosphäre niedergemacht wurde.

peaceful, loving youth against the brutality, of plastic existence

Demnächst gibt es bei uns wahrscheinlich allgemeine Pornozensur wie in China, das könnte dann so aussehen:

Quellen:

golem.de: Von der Leyen: Seid nett im Internet

netzpolitik.org: Von der Leyen will Verhaltensregeln fürs Netz

Sonderzüge zur Demo “Freiheit statt Angst” am 12. September

von Ralf Bendrath um 20:15 am Donnerstag, 23. Juli 2009 | Keine Kommentare

Zur Großdemonstration „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“ am 12. September in Berlin wird es diesmal Sonderzüge geben – unter der Voraussetzung, dass vorher genügend Bahntickets verkauft werden.

Die Tickets können ab sofort auf dem Buchungsportal beim Bündnispartner AK Daten e.V. vorbestellt werden. Anhand der Vorbestellungen bis 15. August wird entschieden, ob eine Strecke tatsächlich befahren wird und wie der Streckenverlauf genau ist. Nach dem 15.8. sind Tickets nur noch verfügbar wenn in den bestätigten Zügen freie Plätze vorhanden sind.

Achtung: Die Zahlung wird mit der Zugbestätigung am 15.8. direkt fällig. Alle im Voraus bestätigten Tickets müssen dann bis 18.8. bezahlt werden. Also sofort nach der Bestätigung bezahlen und nicht verpeilen!

Die derzeitigen Preise sind die Maximalpreise. Günstigere Preise gibt es dann, wenn Züge in den Startregionen stärker als geplant ausgelastet sind. Es können auch Teilhabe-Tickets (zur Unterstüzung einkommensschwacher Anreisender) und Mitwirkenden-Tickets (zur Unterstützung der anreisenden Mitwirkenden) steuerlich abzugsfähig erworben werden.

Tickets für Brandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns können voraussichtlich erst ab dem 24.8. gebucht werden (Auffüllplätze zu Sonderkonditionen) da in diesen Ländern die Nahverkehrsregelungen i.d.R. günstiger kommen. Es soll ab dem Wochenende auch die Möglichkeit geben, Tickets per Post / Fax und in einzelnen Regionen anonym über die Ortsgruppen/Gliederungen der Bündnispartner zu buchen.

Alle Details findet ihr unter http://foerderdaten.de/fsa . Lest unbedingt vor der Buchung die Hinweis-Seiten !

Die Züge fahren übrigens morgens los und abends wieder zurück. Es ist wohl geplant, dass man am Abend möglichst lange nach der Demo noch in Berlin bleiben kann, aber die genauen Zeiten hängen vom Streckenverlauf und damit von den vorbestellten Tickets ab. Also los!

Alternativen: Wer nicht mit der Bahn fahren will, kann auch mit dem Bus (aus NRW) oder dem Rad anreisen.

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Miro 2.5 ist raus

von markus um 17:41 am | 2 Kommentare

Der freie Video-Player Miro ist in der Version 2.5 erschienen. Wie immer ist alles schneller und besser geworden. Miro bietet jetzt auch Audio-Podcasts im Miro Guide und hat verbesserte Youtube-Downloadmöglichkeiten.

Ansonsten gibt es einige Designverbesserungen, neue Shortcuts und eine intelligentere Torrent-Verwaltung. Miro ist für Linux, Windows und OS-X erhältlich und kann hier heruntergeladen werden.

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Freaks mit Megafon auf unserem Rasen

von Andreas Pohl um 11:42 am | 3 Kommentare

Aus Verärgerung über den schwachen Schutz der Kundendaten von Telekommunikationsunternehmen kaufte eine Mitarbeiter der Comedy-Site zug.com im „Internet“ die Mobilnummer und die Privatadresse des Verizon CEOs Ivan Seidenberg, fuhr zu dessen Haus und rief:

I’m here on behalf of Verizon customers. PLEASE DO A BETTER JOB PROTECTING YOUR CUSTOMERS’ CELL PHONE RECORDS! Everyone has the right to privacy, including you Ivan! When we don’t have privacy, then freaks with bullhorns start showing up on our front lawn.

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Von der Leyen will Verhaltensregeln fürs Netz

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