Bundestrojaner geleakt

Dieser Tojaner wurde scheinbar von der Firma DigiTask entwickelt, welche ihren Sitz in Deutschland hat. Cryptome hat auch eine Präsentation dazu, welche vermutlich im Verkaufsgespräch den Behörden vorgelegt wurde. In dieser Präsentation wird auf einer der letzten Seiten unter dem Punkt Customization folgendes aufgeführt:

„Forbidden“ features

  • removed from software
  • cannot be activated

Mit „Forbidden features“ sind wohl die Dateneinschleusefunktionen des Tojaners gemeint. Die Behörden könnten also im guten Glauben diesen Versprechungen aufgesessen sein, ohne zu wissen, dass hier Funktionen nachgeladen werden können.

Gegen diese These spricht der Eintrag der direkt danach folgt:

After installation:

  • online update possible

Wenn zumindest Entscheider dabei waren die nur einen Funken technisches Verständnis haben, dann wird denen klar gewesen sein, dass wenn man eine Updatefunktion hat, die das Programm austauscht, man auch weitere Funktionen nachladen kann.

Grundsätzlich stellt sich die Frage inwieweit Daten aus einem kompromitiertes System, welche von außerhalb des Systems (z.B. per Trojaner) zugreifbar sind überhaupt rechtlich beweiskräftig sind.

Eine andere Frage ist inwieweit sich der Staat in Prozesse eingreifen und einsehen darf, in denen Meinungsbildung initial stattfindet.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s