C3S die GEMA-Alternative

Verwertungsgesellschaften allen voran die GEMA sind eine Krankheit. Die GEMA schränkt die darunter vertretenen Künstler ein, ist durch ihre Monopolstellung quasi alternativlos und bereichert vor allem nur 5% der (ordentlichen) Mitglieder, die u.a. den Hauptteil der ZPÜ-Abgaben bekommen.

Um Böses zu bekämpfen mag man gut daran tun das geringere Böse zu unterstützen.

Dazu hat sich die Cultural Commons Collecting Society oder kurz C3S gegründet. Diese möchte genau wie die GEMA Künstler vertreten, bietet aber darüber hinaus folgende Vorteile:

  • Selbstbestimmungsrecht über das eigene Werk
  • Lizenzbedingungen können vom Künstler frei gewählt werden.
  • Lizenzierung europaweit.
  • Distribution der Werke über eigene Plattform.

Warum man es unterstützen sollte:

  • Monopol der GEMA brechen.
  • GEMA-Vermutung aufheben. Aktuell geht man bei einer Veranstaltung davon aus, dass jedes Werk unter die GEMA fällt. Darum müssen Veranstalter auch für gespielte Titel zahlen, wenn nicht nachweisbar ist, dass der Künstler nicht von der GEMA vertreten wird. Dies ist in der Praxis ein erheblicher bürokratischer Akt den viele schon aus Scheu vor der Komplexität meiden. Z.B. reicht es nicht aus den Künstlernamen und Titel anzugeben, es muss auch noch Adresse usw. pro Titel angegeben werden. Dadurch bereichert sich natürlich die GEMA an Titeln die längst Gemeinfrei sind oder dessen Künstler keine Gage für den Auftritt haben wollen.
  • Katalog freier Lizenzen mit gewisser Rechtssicherheit.

Aktuell läuft die Crowdfundingkampane auf startnext. Ich habe da mal 75€ für locker gemacht. Take this GEMA.

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PRISM – Who watches the Watchmen?

CC-BY of David Masters  http://www.flickr.com/people/davidmasters/„Ich wusste ja schon viel früher, was die da treiben, dass ist für mich nichts Neues.“ Ein oft gebrachter Satz in vielen Foren. Die Wahrheit ist, man hat viel vermutet, hatte jedoch nie wirklich stichhaltige Beweise. Denn wie soll es auch anders sein, die Arbeit von Geheimdiensten läuft verdeckt ab und entzieht sich damit jeglichen Kontrollorganen. Wohlgemerkt dem, was bei uns Parlamentarische Kontrolle genannt wird. Das ist das Wesen von Geheimdiensten. Das haftet bereits dem Wort an.

Fest steht, dass NSA über die USA und andere kooperierende Staaten nahezu jede Kommunikation bei den großen Internetdienstleistern (Google, Microsoft, Yahoo, Facebook, AOL, Apple, Dropbox) abhört. Außerdem werden wichtige Internetknoten abgezapft. Damit können z.B. E-Mails im großen Stil abgehört werden, weil diese zumeist unverschüssel versendet werden. Das nennt sich Big Data, riesige Datenansammlungen, Telefongespräche, E-Mails, Suchanfragen, Socialnetworkprofile, Chats, Instant-Messanging. Geodaten, Bewegungsprofile, CCTV, Briefverkehr. Kurzum alles was man habhaft wird, wird aufgezeichnet.  The Photographs of Your Junk will be publicized!

Von Seiten der Sprachdienste wie Skype gab es bereits im Vorfeld Angebote an die Regierung auch Abhörsysteme zu installieren. Da kann Micrsoft noch so viel Werbung machen, es würde die Privatsphäre respektieren. Fakt ist, die NSA tut es nicht.

Die Unternehmen dementieren natürlich jegliche Beteiligung und berufen sich auf Standardfloskeln wie: „Wir haben uns immer an die geltenden Gesetze gehalten“. Das kann man ihnen sofort glauben, denn das ist ja das Problem, dass die geltenden Gesetze derartige Eingriffe überhaupt zulassen.

Man könnte meinen, verfolgt man unsere öffentlichen Medien, diese Überwachungsgeschichte sei erst nach den Terroranschlägen des 9. September 2001 installiert worden. Die Schnüffellei ging bereits davor los.

Man kann heute beobachten, dass alle technischen Möglichkeiten zur Überwachung genutzt werden. Zumindest die, welche man geheimhalten kann. Hinter dem Rücken der Öffentlichkeit, aber stetig wird erweitert. Schaut man nur rüber zu England, wird man feststellen, dass dies nun auch seinen Niederschlag in der Kultur findet. Dort werden jetzt Websperren gegen Pornographie hochgezogen. Überwachung ist dort allgegenwärtig. Dort gibt es sogar Gesetze, welche die Herausgabe von Passwörten erzwingen lassen. Langsam, aber stetig treten in den dortigen Pfuhl der Unmoral die Moralisten auf den Plan, welche nach eigener Befindlichkeit reglementieren wollen, was konsumiert werden darf und was nicht.

Teflonmerkel derweil versucht es mit allem: Sie beschwichtigt, redet Probleme klein, schickt Innenminister Friedrich in die USA um zu verhandeln, dass Deutschland besseren Zugang zu den Überwachungsdaten bekommt, schickt den Pofalla (gnihihi, der Typ, der den BND kontrollieren soll) in den Urlaub, damit ihm die Presse nicht unangenehme Fragen stellt.

Friedrich leistet sich eh nur krumme Dinger: Behauptet er hätte die NSA auf Datenschutz eingeschworen. Behauptet die Daten der NSA hätten in Deutschland fünf Anschläge verhindert, deren Beispiele er schuldig bleibt (ist ja geheim, Sie wissen schon). Erklärt Sicherheit zum SUPERGRUNDRECHT! Erntet dafür sogar Kritik vom Uhl, dem Typen der verteidigt hat, dass Deutschland von Sicherheitsbeamten regiert wird. Parallel dazu tritt Gauck auf den Plan, der Typ, welcher ehemaliger Bundesbeauftragter der Stasi-Unterlagen war und redet das Problem klein. Dass der Umfang der Überwachung seitens NSA nicht dem der Stasi nahe käme. Der gleiche Tpy der seit 1992 von Bespitzelung durch die NSA wusste, eingeweiht war und DDR Informationen über die NSA verdunkelte.

Was soll sie auch tun, es ist Wahlkampfstimmung angesagt. Die SPD steht in den Startlöchern und kloppt munter auf der Sache rum. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass sie selbst darin verstickt sind. PRISM wurde zu der Zeit hochgezogen, als Gerhardt Schröder mit SPD und Grünen die Regierung gestellt hat.

Die Presse erblödet sich dabei nicht immer wieder Snowden als Person mit in die Sache einzubeziehen. Das ist natürlich nicht unwichtig, weil man hier klar sehen kann, wie es um den Status Quo der westlichen Rechtsstaaten bestellt ist. Die Regierung der USA hat beispielsweise Snowdens Staatsbürgerschaft entzogen, damit er nicht vom Flughafen in Moskau ausreisen kann. Das führte dann soweit, dass man europäische Staaten mit Konsequenzen droht, wenn sie nicht der bolivianischen Präsidentenmaschiene die Überflugerlaubnis verwehren. Wenn dann aber Meldungen einer russischen Spionin rumgehen, welche Snowden schwerzhaft ein „will you marry me“ twittert und dies von den Medien als Headline geführt wird. Ja, da frag ich mich wie weit es mit unserer vierten Gewalt bestellt ist. Das zeigt sich sowieso mehr und mehr, dass der Einfluss schwindet. So z.B. Glenn Greenwald, der Journalist, welcher mit Snowden in Kontakt stand und die Nachricht von PRISM mit verbreitete. Der wird jetzt von anderen Journalisten (u.a. die New York Times) dafür kritisiert, dass ein Grundrecht der Pressefreiheit hochhält, nämlich den Quellenschutz und die Information der Öffentlichkeit. Selbst ein Aufschrei der Bild führt nicht mehr zu überstürzten Angstzuständen und Dementi, wie das noch zu Wulffs Zeiten der Fall war. Angy fühlt sich ihrer Position scheinbar sicher. Zur Not muss dann der Pofalla (gnihihi) über die Klinge springen. Die Presse täte besser daran weiter nachzuboren, unangenehme Fragen zu stellen, statt sich auf die Person Snowden zu konzentrieren. Das wäre auch in Snowdens Sinne, sonst wäre sein Opfer umsonst gewesen.

Um das Offensichtliche auszusprechen: Das Handlungsunfähigkeit, welche unsere Regierung vorgibt ist gespielt und gewollt. Das Bundeskanzleramt ist über PRISM und andere Überwachungsmaßnahmen bestens informiert gewesen. Warum man den Kurs beibehält, darüber kann nur gemutmaßt werden. Man will sicher die USA nicht als Partner verprellen. Außerdem geht es wohl auch um die eigene Macht und den Zugriff auf Informationen.  Und die USA sitzt auf den größte Datenhaufen. Die Totalüberwachung aller Internetteilnehmer nimmt man dafür billigend in Kauf. Terrorismus rechtfertigt diese Maßnahmen in keinster weise. Man schaue sich nur die Zahlen zu Terroropfern und Opfer durch Schusswaffengebrauch an.

Unterstützenswerte Petitionen:

Bild:

„Who watches the Watchmen?“ ist unter der CC-BY 2.0 freigegeben und ein Bild von David Masters.

Der Schultrojaner

Netzpolitik.org hat den „Gesamtvertrag zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen“ von 2010, der zwischen den Bundesländern und den Verlegern und Verwertungsgesellschaften geschlossen wurde mal auseinander genommen.

Laut diesen Vertrag ist ab 2011 folgendes verpflichtend:

  • Lehrer dürfen nur 12% eines Lehrbuchs kopieren (max. 20 Seiten)
  • Ganz kopiert werden dürfen nur Musikbücher (max. 6 Seiten), Unterrichtsfernes Buch(max. 25 Seiten), Bilder
  • Lehrbücher dürfen nicht digitalisiert oder digitalisiert verteilt werden.
  • Schulchöre, Schulbands usw. müssen für ihre Kopien separate Berechtigungen bei den Rechteinhabern einholen.
  • Hinweise auf die haftungsrechtliche Situation der Schulleitung und der Lehrkräfte müssen ausgegeben werden.
  • Länder müssen jährlich (2011/2012) Bestätigungsschreiben der Schulen einholen, dass sich keine digitalen Kopien auf den Schulrechnern befinden.
  • Länder werden verpflichtet anhand dieser Schreiben Urheberrechtsverletzungen zu prüfen und an die Rechteinhaber weiterzumelden.

Das an sich ist ja schon der Klopper. Da werden Lehrkräfte über das Kultusministerium derartig vorgeführt, dass es jeder Realität spottet. Scheinbar lässt man sich im Kultusministerium die Verträge von den Verlagen diktieren. Warum sich die Lehrer nicht schon längst zusammengeschlossen haben und kolaborativ im Sinne von Wikibooks ihre Lehrbücher selbst erstellen bleibt mir verschlossen.

Amerika hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Dort regiert die MPAA, welche die Schulen dann wenigstens zum legalen Raubkopieren anleitet.

Und dann kommt der große Absatz:

Die Verlage stellen den Schulaufwandsträgern sowie den kommunalen und privaten Schulträgern auf eigene Kosten eine Plagiatssoftware zur Verfügung, mit welcher digitale Kopien von für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werken auf Speichersystemen identifiziert werden können. Die Länder wirken – die technische und datenschutzrechtliche Unbedenklichkeit der Software vorausgesetzt – darauf hin, dass jährlich mindestens 1 % der öffentlichen Schulen ihre Speichersysteme durch Einsatz dieser Plagiatssoftware auf das Vorhandensein solcher Digitalisate prüfen lässt. Der Modus der Auswahl der Schulen erfolgt – aufgeschlüsselt nach Ländern und Schularten – in Absprache mit den Verlagen auf Basis eines anerkannten statistischen Verfahrens. Die Überprüfungen erfolgen ab Bereitstellung der Software, frühestens jedoch im 2. Schulhalbjahr 2011/2012.

Obwohl Digitalisieren der Bücher an sich schon verboten ist, soll die Schule den Rechteinhabern Zugang zu deren Rechnern ermöglichen, damit sie überprüfen können, ob eine Schule gegen diese Regelungen verstößt. Man könnte also schon von einem Schultrojaner sprechen. Grundsätzlich enthält jede Software die Zutritt zu einem PC ermöglicht und eine Updatefunktion besitzt gleiche eine ganze Reiche von Angriffsvektoren, die es ermöglicht Code einzuschleusen. Ob das so ist, wird sich noch zeigen, die Ministerien glänzen gerade vor Abwesenheit.

Update:

Christoph Bornhorn, Leiter der Abteilung  Öffentlichkeitsarbeit der VdS-Bildungsmedien erklärt gegenüber dem Spiegel, dass der Auftrag für die „Plagiatssoftware“ noch gar nicht vergeben wäre. Schulserver sollen dabei überprüft werden, die Privat- und Arbeitsrechner der Lehrer jedoch nicht.

„Die Software wird vor Ort im Schulnetzwerk eingesetzt und gleicht die dort gespeicherten Texte mit einer Online-Datenbank mit Textbausteinen aus Schulbüchern ab – wo diese Datenbank liegt, ist noch unklar. Gibt es identische Texte, informiert eine Auswertungsdatei den Schulträger darüber.“

Techniker der Bildungsmedien Service GmbH (BMS)

Bedeutet also, dass Schulinternas oder Auszüge daraus einmal über das ganze Internet kommuniziert werden. Super.

Diese Regelung mit den 12% des Buches kopieren steht bereits seit 2008. Na, da hat der digitale Wandel aber um sich gegriffen. Das man sich da so die Butter vom Brot nehmen lässt und einknickt. Man sollte meinen, die Schulen hätten da das Zepter in der Hand und könnten sich ihren Verlag aussuchen. Aber da gibt es wohl einen kleinen geschlossenen Markt, den sich fünf Verlage teilen, in Bayern sollen es beim Fach Englisch nur zwei Verleger sein, aus denen die Schulen wählen können. An deren ihrer Stelle würde ich einen Deutschlandweiten Dachverband gründen, der Gelder von den Mitgliedern verwaltet und direkt die Schulbuchautoren, die jetzt für die Verlage publizieren anwirbt. Diese machen dann Auftragsarbeit für diesen Verband, dessen Ziel es ist das Werk unter einer entsprechenden freien Lizenz (z.B. CC0 oder CC-BY) zu publizieren, so dass Nachdrucke ohne Probleme für jedermann möglich sind. Wünschender wäre natürlich das Wikikonzept, dies kann man aber parallel verfolgen und pragmatisch als ersten Schritt diesen einfachen Weg beschreiten.

Reaktion auf Windows 8

Die Windows 8 Benuntzeroberfläche ist mehr als Gewöhnungsbedürftig. Als Hauptoberfläche präsentiert sich Windows jetzt im Tablet-Style ähnlich Windows Phone. Die althergebrachte Oberfläche gibt es zwar auch noch, soll aber sukzessive durch die neue GUI ersetzt werden. Was ich davon halten soll weiss ich ehrlich gesagt nicht. Meine erste Reaktion war aber die aus dem Video.

kino.to ist down

Ja, scheinbar wurde kino.to nicht ganz uneigennützig betieben. Auch Verlage, Fernsehen, Newsagenturen, Plattenfirmen verdienen bei Urhebern mit. Das ist nicht automatisch verwerflich.

Ja, kino.to war eine Virenschleuder und die verlinkten Streamhoster leiteten teilweies zu dubiosen Abofallen.

Ja, die Streams waren teils träge und haben elendig lange gebuffert. Die Bildqualität war nicht gerade HD, von erstklassigen Kinoerlebnis gar nicht zu sprechen. Aber es hat das geliefert, was im öffentlich-rechtlichen Fernsehen „Grundversorgung“ oder „Teilhabe am kulturellen Leben“ heißt: Zugang zu Film-Werken in einer Qualität, die offenbar für viele Millionen Menschen ausreichend ist.

Ca. vier Millionen Benutzer pro Tag hatten dank kino.to Zugang zu Filmen, Serien und Dokumenationen die sie gerne gesehen haben, die sie nicht anders oder nur mit inakzeptablen Einschränkungen sehen konnten. Auch Personen mit extrem geringen Einkommen waren dadruch mit Kulturgütern versorgt. Die Masse an Inhalten war durch kino.to in einem solchen Maße abgedeckt, wie es wohl kaum ein Fernsehsender oder Onlineangebot für sich beanspruchen könnte.

Beim Bust der gleichzeitig in Deutschland, Spanien, Frankreich und deb Niederlanden, wurden mehrere Privatwohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Es wurden 13 Personen festgenommen, nach einer Person wird noch gefahndet. Dabei waren über 250 Polizisten unterstützt von 17 Computerexperten im Einsatz. Die Betreiber der Plattform sollen 7-stellig an der Plattform verdient haben.

Portale wie kino.to bewegen sich in einer Grauzone. Sie bieten selber keinen Content an, sondern verlinken nur auf von Benutzern hochgeladene Inhalte. Kino.to ist z.B. mit Piratebay oder ferner der Googlesuche zu vergleichen, welche auch Inhalte aus fremden Quellen anzeigen. Streaminganbieter lassen sich mit Videoportalen wie Youtube vergleichen. Ihnen wird jedoch vorgeworfen zu wenig Maßnahmen gegen die illegale Verbreitung von Videos zu unternehmen. Im vorliegenden Fall kino.to wird dem Portal vorgeworfen im Hintergrund Absprachen mit den Streamingportalen zu führen und selbst Betreiber eines solchen Portals zu sein. Auf der kino.to Seite stand noch vor kurzem folgender Hinweis:

Das überhaupt ein solcher Hinweis erfolgt finde ich mehr als unprofessionell. Dies soll wohl zu Vorverurteilung und der allgemeinen Verunsicherung der Nutzer dienen. Diese müssen sich keine Gedanken machen: Das reine Empfangen eines Streams ist laut dem Großteil der Medienanwälte nicht rechtswidrig. Zudem loggt kino.to laut eigener Aussage keine IP-Adressen.

Mitlerweile werden Stimmen laut. Anonymous hat direkt auf die Abschaltung reagiert und die Seite gvu.de und gvu-online.de unter feuer der LOIC genommen, so dass die Seite zeitweise nicht erreichbar war. Die Piratenpartei veröffentlichte eine Pressemitteilung  in der Sie die Abschaltung als reine Sythombekämpfung erklärt.

Rhetorik in Skillleveln

Hier mal ein paar kleine rethorische Tricks die immer wieder in medialen Diskussionen auftreten. Natürlich RPG-vernerdet ;).

Redeunterbrecher

+ Löst Konfusion beim Gegner aus

+ Combobreaker

„Sind Sie sich da auch sicher? … Woher haben Sie ihre Quellen?“

Meinster der Ignoranz

+ Ignoriert Angriff des Gegners

+ Ignoriert Schaden des Gegners

– Seriösität sinkt um 20

„Irgendwelche Hacker mögen immer irgendwas hacken können, aber die Zuverlässigkeit und Sicherheit des neuen Personalausweises steht nicht in Frage.“ – Thomas De Maiziere

Zwischenruf

+ Löst Konfusion beim Gegner aus

+ Combobreaker

– Verteidigungswert sinkt für diese Runde auf 0

„Wollt ihr den totalen Krieg?!“ – Herbert Wehner

Dreifachkomboschlag

+ Jeder Schlag steigert den Schaden kumulativ um 20%

„Ich werde vor Paris kämpfen, ich werde in Paris kämpfen, ich werde hinter Paris kämpfen.“ – Georges Clemenceaus

Pestodem der Heuchelei

+ Charisma steigt bei Teilnehmern mit Intelligenz < 8 um +2

“Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.” – Karl-Theodor zu Guttenberg

Zauber der Tautologie

+ Schaden wird verdoppelt

+ Rückstoßwirkung

„Ein Auto ist ein Auto ist ein Auto! … Nie, niemals, nimmer werden wir uns beugen!“

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Seltsamer Traum

Heute hatte ich einen seltsamen gesellschaftskritischen Traum. Und zwar ging ich mit einer Menschenmenge über eine rechts abknickende Straße. Auf der Verkehrsinsel die überquert werden mussten standen vier türkischstämmige Personen, welche die Leute schubsten. Ich schaffte es auf die andere Seite. Dann kam ein Bus und einige Leute wurden davon erfasst. Der wilde Mob und ich rannten danach hinter den Weglaufenden Pöblern hinterher. Erinntert mich an die Vorurteile gegen „Andersstämmige“ welche teils tief in uns verwurzelt sind, wenngleich ich ein freidenkerisches Weltbild anstrebe.

Danach träumte ich das gleiche noch einmal nur ohne Schubser. Die Leute wurden einfach unglücklich vom Bus erfasst. Ich wollte nicht hinsehen und tat es aber doch einige Male. Erinnerte mich an einen tragischen normalen Verkehrsunfall.

Danach träumte ich das gleiche wieder, nur schien das zum „Sport“ zu verkommen. Ich rannte also mit der Menge über die Straße. Nur hier schienen die, welche es mit mir über die Straße geschafft haben sich über die angefahrenen und sterbenden lustig zu machen. Das schien einen angefahrenen so gar nicht zu stören, der fragte seinen lebenden Kumpel: „Is this awesome?!“. Ich war davon mehr als angewidert. Hat mich irgendwie an youtube, Jackass oder die morbiden Videos erinnert, welche im Internet kursieren und die Masse der Leute wie sie tragische Unfälle kommentieren.